Wertvolle Vitalstoffe

Curcumin - auf eine gute Bioverfügbarkeit kommt es an!

Hier erfährst Du, wie die Aufnahme von Curcumin in den Körper sicher und effektiv erhöht werden kann.

Curcumin, bekannt als „der Hauptwirkstoff“ der Gewürzpflanze Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz oder Gelber Ingwer), wird besonders wegen seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und immunmodulierenden Wirkungen geschätzt. Allerdings kann das Curcumin, das in Kurkuma selbst nur zu einem relativ geringen Anteil enthalten ist, aufgrund seines fettlöslichen Charakters nicht besonders gut in den Körper aufgenommenwerden.

Das Problem: Curcumin hat nur eine geringe Bioverfügbarkeit

Unter Bioverfügbarkeit versteht man, in welchem Umfang Stoffe in unserem Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden und ins Blut gelangen. Ist die Bioverfügbarkeit eines Stoffes - wie bei Curcumin -  gering, wird ein Großteil vom Körper einfach wieder ausgeschieden. Damit das fettlösliche Curcumin in der wässrigen Umgebung des Darmes in relevanten Mengen absorbiert werden kann, hilft es dieses „wasserlöslich zu verpacken“.

Steigerung der Curcumin-Bioverfügbarkeit durch Cyclodextrin

Cyclodextrine sind spezielle ringförmige Stärkemoleküle mit einer wasserliebenden (hydrophilen) Außenseite und einem fettfreundlichen (lipophilen) inneren Hohlraum. Das fettlösliche Curcumin kann sich gut an den inneren Hohlraum des Rings anlagern. So „verpackt“ können die einzelnen Curcumin-Moleküle ohne zu verklumpen sicher bis zur Darmwand transportiert und dort absorbiert werden. Die Einnahme eines Curcumin-Cyclodextrin-Komplexes kann laut einer Studie die Curcumin-Aufnahme um ein Vielfaches steigern: Es konnte, im Vergleich zu herkömmlichen Präparaten*, nicht nur bedeutend mehr Curcumin im Blut der Studienteilnehmer nachgewiesen werden, sondern auch länger (noch 12 Stunden nach Einnahme) [1].
Cyclodextrin– welches durch Abbau von Stärke (z.B. aus Mais oder Kartoffeln) hergestellt wird – ist ein rein pflanzlicher Naturstoff, der den menschlichen Stoffwechsel nicht beeinträchtigt und entsprechend als sehr gut verträglich und sicher angesehen wird. Nach der Curcumin-Aufnahme können Darmenzyme das Cyclodextrin zu Glucose abbauen.

Weitere Ansätze zur Verbesserung der Aufnahme

Zur „wasserlöslichen Verpackung“ von Curcumin können auch Emulgatoren – wie synthetisch hergestellte Polysorbate oder Lecithin verwendet werden. Die Emulgatoren lagern sich in Form von wasserlöslichen Mizellen um das Curcumin. Dadurch kann seine Bioverfügbarkeit ebenfalls erhöht werden. Allerdings können Polysorbate in den menschlichen Stoffwechsel eingreifen und so eventuell einen ungünstigen Einfluss auf die Wirkung von Medikamenten haben. In klinischen Studien mit Polysorbat-Formulierungen wurden verschiedene Nebenwirkungen dokumentiert. Zudem wurden in Tierstudien nach Polysorbat-Gabe leichte, jedoch chronische Entzündungen im Darm festgestellt, die mit einer Veränderung der Zusammensetzung der Darmbakterien und einem möglicherweise erhöhtem Darmkrebsrisiko einhergingen [2-5].

Daneben gibt es noch weitere Ansätze zur Aufnahmeverbesserung. Zum Beispiel kann auch durch Mikronisierung von Curcumin-Pulver, d.h. durch die deutliche Verkleinerung der durchschnittlichen Partikelgröße, die Bioverfügbarkeit erhöht werden [2].

Oft wird Curcumin mit Piperin, einem Inhaltsstoff des Pfeffers, kombiniert. Piperin ist u.a. bekannt als ein „Bioenhancer“, der die Bioverfügbarkeit verschiedener Stoffe steigern kann. Durch zugesetztes Piperin kommt es zu einem langsameren Ab- und Umbau von Curcumin durch Leber- und Darmenzyme und so zu einer Erhöhung der Aufnahme – allerdings nur kurzfristig. Schon nach kurzer Zeit sinkt die Konzentration im Blut wieder auf das ursprüngliche Niveau ab. Piperin wirkt nicht nur als „Bioenhancer“ für Curcumin, es kann auch die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Bei dauerhafter Einnahme ist des Weiteren zu bedenken, dass es sich bei Piperin um konzentrierte Scharfstoffe handelt, die die Magen- und Darmschleimhaut reizen können [6-7].

Fazit: Cyclodextrin als beste Option zur Verbesserung der Curcumin-Aufnahme

Es gibt verschiedene Wege die Bioverfügbarkeit von Curcumin zu verbessern. Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse ist die Verpackung des Curcumins in einen Cyclodextrin-Komplex zurzeit die beste Möglichkeit: ►deutliche Erhöhung der Bioverfügbarkeit bei sehr guter Verträglichkeit!

*Die Bioverfügbarkeit eines Curcumin-Cyclodextrin-Komplexes wurde im Vergleich zu einem standardisierten „unverpacktem“ Curcumin-Extrakt und zu herkömmlichen Präparaten, bei denen das Curcumin mit ätherischen Ölen oder Lecithin versetzt wurde, untersucht.

Quellen:

1. Purpura et al. Analysis of different innovative formulations ofcurcumin for improved relative oral bioavailability in human subjects. Eur J Nutr. 2018;57:929–938.
2. Schiborr et al. The oral bioavailability of curcumin from micronized powder and liquid micelles is significantly increased in healthy humans and differs between sexes. Mol. Nutr. Food Res. 2014;58:516–527.
3. Kocher et al. The oral bioavailability of curcuminoids in healthy humans is markedly enhanced by micellar solubilisation but not further improved by simultaneous ingestion of sesamin,ferulic acid, naringenin and xanthohumol. J. Funct. Foods. 2015;14:183-191.
4. EMA. Information for the package leaflet regarding polysorbates used as excipients in medicinal products for human use (Draft). EMA/CHMP/190743/2016.
5. Viennois et al. Dietary emulsifier-induced low-grade inflammation promotes colon carcinogenesis. Cancer Res. 2017; 77(1): 27–40.
6. BVL / BfArM. Gemeinsame Expertenkommission zur Einstufung von Stoffen. Stellungnahme zur Einstufung von Produkten, die Curcumin mit verbesserter Bioverfügbarkeit enthalten. 2020.
7. Shoba et al. Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin in animals and human volunteers. Planta Medica. 1998;64(4):353–356.

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