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Bewegungsapparat

Bei allen körperlichen Aktivitäten sind wir auf einen möglichst gut funktionierenden Bewegungs- und Stützapparat angewiesen. Dass dieser mit den über 200 Knochen, 100 Gelenken und noch mehr Muskeln „reibungsfrei läuft“, wird als junger Mensch meist noch als selbstverständlich erachtet.

Damit die Beweglichkeit bis ins fortgeschrittene Alter möglichst erhalten werden kann, sollte auch auf eine ausgewogene Nährstoff- und Vitaminversorgung geachtet werden. Auch bestimmte Inhaltsstoffe aus Pflanzen, z.B. aus Kurkuma und Weihrauch, sind Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten.

Unsere Knochen und Muskeln bilden eine funktionelle Einheit

Durch das komplexe Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Gelenken werden uns Bewegungen möglich. Dabei sind wir bei allen körperlichen Aktivitäten auf einen möglichst gut funktionierenden Bewegungs- und Stützapparat angewiesen.

Wichtigster Teil des Bewegungsapparates ist das knöcherne Skelett - das den Körper formt und stützt. Der Bewegungsradius und die Bewegungsrichtung der Knochen ist durch die Gelenke bestimmt, welche die Knochen untereinander verbinden. Darüber hinaus umfasst der passive Bewegungsapparat Knorpel, Bänder und Bandscheiben. Die aktive Bewegung wird durch die Skelettmuskeln ermöglicht. Zum aktiven Bewegungsapparat zählen neben der Skelettmuskulatur, Hilfs- und Anhangsorgane, wie Sehnen, Faszien, Sehnenscheiden und Schleimbeutel.


Knochen – stabil und doch empfindlich

Knochen unterliegen einem ständigen Auf- und Abbau. Damit sie nicht brechen, müssen diese insgesamt so stabil sein wie unser Alltag es erfordert.

Bei Bewegungen fordern aktive Muskelkontraktionen die Knochenfestigkeit ständig heraus und stimulieren den Knochen zum Aufbau. Regelmäßige sportliche Aktivität, trainiert also nicht nur die Muskeln, sondern sorgt zudem für stabilere Knochen. Ein hauptsächlich sitzender und passiver Lebensstil verhindert im Grunde eine optimale Knochengesundheit. Normalerweise wird im Alter von 25-30 Jahren die maximale Knochenmasse erreicht. Der kontinuierliche Knochenmasseverlust setzt jedoch nicht erst im Seniorenalter ein, sondern bereits ab ca. 40 Jahren. Jährlich gehen 0,3-0,5% der Knochenmasse verloren. Frauen sind besonders betroffen, da sich der Verlust in der Zeit der Wechseljahre auf 2-5% erhöht.

Entsprechend ist es wichtig in jungen Jahren eine möglichst hohe Knochenmineraldichte zu erreichen und später den Knochenabbau zu minimieren. Daher sollten auch Kinder und Jugendliche so viel wie möglich in Bewegung sein und herumtoben dürfen. Auch sollte bereits im Wachstum auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Knochennährstoffen geachtet werden.


Knochenaufbau - Nicht nur eine Frage von Bewegung

Knochenaufbau ist nur möglich, wenn genügend Knochennährstoffe vorhanden sind. An erster Stelle steht hier der „Knochenbaustein“ Calcium. Dieser kann jedoch relativ einfach über die Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden. Allerdings kann der Körper Calcium nur gut aufnehmen und verwerten, wenn dieser gleichzeitig ausreichend mit Vitamin D, Vitamin K und Magnesium versorgt ist. Denn: Vitamin D ist am Calciumstoffwechsel beteiligt und wichtig für die normale Calciumaufnahme aus der Nahrung. Vitamin K hat die Aufgabe, sich um den Calcium-Einbau in die Knochen zu kümmern. Da Vitamin K im Knochenstoffwechsel an der Verwertung des Calciums aus dem Blut beteiligt ist und Magnesium an der Aktivierung von Vitamin D, empfiehlt es sich über die Vitamin D- und Calciumversorgung hinaus, auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin K und Magnesium zu achten.

Auf Knochen-Nährstoffe wie Vitamin D3, K2 und Magnesium sollte man besonders in folgenden Lebensituationen achten

  • Wachstum
  • Frauen (Wechseljahre)
  • Sportler
  • Senioren
  • Stress
  • Schwangere/ Stillende
  • Vegetarier/ Veganer
  • ungenügende Sonnenlichtexposition
  • Dauer-Medikation (z. B. Cortison, Antibiotika, Blutverdünner)
  • bestimmte Erkrankungen (z.B. Leber-/Nieren erkrankungen, Alkoholabhängigkeit)
  • Fehl-/Mangelernährung
  • Aufnahmestörung

Wenn Bewegung schmerzt - Gelenkbeschwerden durch Arthrose oder Rheuma

Was unser Bewegungsapparat täglich leistet wissen wir meist erst richtig zu schätzen, wenn Bewegungen nicht mehr reibungslos ablaufen und beginnen Probleme bzw. Schmerzen zu bereiten. Häufig sind es dann rheumatische Beschwerden wie Gelenks-Arthrosen. Bei rheumatischen Beschwerden können alle Teile des Bewegungsapparates wie Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln betroffen sein.

Rheuma ist eigentlich nur ein Überbegriff für rheumatische Beschwerden aller Art. Darunter fallen die Verschleißerkrankungen (Arthrosen), Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie, Tennisarm u.a.) und chronisch-entzündliche Erkrankungen (z.B. Arthritis, Kollagenosen, M. Bechterew). Wenn das Immunsystem beteiligt ist, können die Beschwerden auch ohne Gelenksbelastung auftreten.

Rheuma zählt zu den Autoimmunkrankheiten und ist damit keine Erkrankung nur alter Menschen. Entzündliches Rheuma kann auch schon im Kindesalter auftreten. Da sich hier das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet ist für den Krankheitsverlauf jeweils eine frühzeitige Diagnose und eine rechtzeitige Therapie wichtig. Diese kann durch Pflanzenextrakte und homöopathische Therapien wirksam unterstützt werden. Inhaltsstoffe aus Kurkuma und Weihrauch (Boswellia serrata) oder auch das Vitamin K2 sind hier Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten. Damit die Beweglichkeit möglichst erhalten werden kann, sollte für Knochen, Knorpelfunktion, Muskeln, Immunsystem und Zellschutz auf eine ausgewogene Nährstoff- und Vitaminversorgung geachtet werden.

 

 


Wie kann ich meinen Gelenken noch helfen?

  • Wärmeanwendung bei Schmerzen ohne Entzündung
  • Kälteanwendung bei schmerzhafter Entzündung, Schwellung und Rötung
  • Ernährung und Lebensstil überprüfen
  • Übergewicht abbauen
  • Muskeltraining
  • Gelenkschonende Bewegungs-, Physiotherapie, Krankengymnastik
  • Wasseranwendungen (Thermalwasser, Wassergüsse, Aquagymnastik)
  • Massage, Ultraschall
  • ggf. Orthopädische Schuheinlagen, Bandagen, Gelenkstützen
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