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Schilddrüsenunterfunktion-Untersuchung

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) – Körper auf Sparflamme 

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden nicht genügend Schilddrüsenhormone produziert. Der Stoffwechsel verlangsamt sich. Müdigkeit und Gewichtszunahme gehören zu den Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion. Mehr zu möglichen Symptomen der sog. Hypothyreose, welche Ursachen sie haben kann und wie sie sich behandeln lässt erfährst du hier.

Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion 

Die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Hashimoto Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und zu einer chronischen Entzündung des Schilddrüsengewebes führt. Frauen erkranken etwa 10 mal häufiger an Hashimoto Thyreoditis als Männer. 

Auch ein ernährungsbedingter Jodmangel kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Jod ist ein Bestandteil der Schilddrüsenhormone und wird vom Körper für deren Bildung benötigt. Vor allem Schwangere sollten auch auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. 

Sehr viel seltener sind bestimmte Medikamente (z. B. Lithium), eine Bestrahlungstherapie im Halsbereich, oder eine operative Entfernung der Schilddrüse der Grund für eine Hypothyreose. Nur in Einzelfällen ist eine Schilddrüsenunterfunktion angeboren.

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion entwickeln sich oft schleichend, werden lange nicht als solche wahrgenommen oder fehlgedeutet. Gerade bei älteren Personen werden diese häufig mit altersbedingten allgemeinen Abbauerscheinungen verwechselt. 

Zu den Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion gehören

  •  Haarausfall, teigige trockene Haut, brüchige Nägel, Pigmentflecken,
  • Gewichtszunahme, Verstopfung, Lymphstauungen,
  • depressive Verstimmung, apathischer Gesichtsausdruck, Wesensveränderung,
  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen,
  • Herzstolpern, Schwindel, leichtes Frieren,
  • Kloßgefühl, Halsschmerzen, Heiserkeit,
  • Kribbeln und Einschlafen der Hände und Unterarme,
  • unerfüllter Kinderwunsch,
  • Zyklusstörungen,
  • Abnahme der Hörfähigkeit,
  • hoher Cholesterinspiegel. 

Weil viele Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion auch andere Ursachen haben können, ist eine gründliche ärztliche Untersuchung erforderlich, um eine genaue Diagnose stellen zu können.

Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion 

Bei einer bestätigten Schilddrüsenunterfunktion werden die fehlenden Schilddrüsenhormone meist durch Einnahme von synthetischem Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) ersetzt. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind erforderlich, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls die Dosierung anzupassen. 

Je nach Ursache der Unterfunktion kann auch die Gabe von Jod erforderlich bzw. ausreichend sein.

Selen schützt die Schilddrüse 

Für eine normale Schilddrüsenfunktion ist eine optimale Versorgung mit Selen sehr wichtig. Die Schilddrüse besitzt von allen menschlichen Organen die höchste Selenkonzentration und hat einen hohen Selenbedarf. 

Selen ist für den anti-oxidativen Schutz und die Funktion der Schilddrüse unverzichtbar! 

Bei Schilddrüsenpatienten empfiehlt es sich daher zum Schutz des Schilddrüsengewebes auch die Selenversorgung im Blick zu haben: mehr zum Thema „Selen und Schilddrüse

Greten H, Rinninger F, Greten T. Innere Medizin. 13. Auflage, Thieme 2010.
MSD Manual, Ausgabe für medizinische Fachkreise. Hypothyreose. www.msdmanuals.com, (Stand 06/2023).

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